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WPK-Innovationsfonds fördert „medien-doktor assistance“ mit 70.000 Euro

Mit der Förderung wird das Medien-Doktor-Team am Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus gemeinsam mit Projektpartnern ein Tool entwickeln, das die Qualität der Medizinberichterstattung in Regionalzeitungen sichern soll.

Ziel des Projekts „medien-doktor assistance“ ist die Entwicklung eines Assistenzsystems sowie die Schaffung neuer Strukturen zur Qualitätssicherung der Wissenschafts- und insbesondere der Medizinberichterstattung mit Fokus auf Regionalmedien. Zusammen mit Partnerredaktionen wie den Ruhr Nachrichten und der Nürnberger Zeitung sollen zunächst der Unterstützungsbedarf spezifiziert und gleichzeitig Schulungsangebote gemacht werden.

Entlang des ermittelten Bedarfs möchte das Medien-Doktor-Team am Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus unter Leitung von Dr. Astrid Viciano und Prof. Holger Wormer dann zusammen mit dem Kooperationspartner Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin sowie mit der Arbeitsgruppe von Prof. Jörg Rahnenführer von der Fakultät Statistik der TU Dortmund mit datenjournalistischen bis hin zu Machine-Learning-Methoden den Prototypen eines Assistenzsystems entwickeln und evaluieren.

Das zu erprobende teilautomatisierte System soll am Beispiel der Medizinberichterstattung einige der etablierten Qualitätskriterien von medien-doktor.de auf Beiträge anwenden und Hinweise auf deren wahrscheinlichem Erfüllungsgrad ebenso geben wie Warnhinweise, wenn ein redaktionelles Eingreifen (z.B. im Falle eines vom System angezeigten Interessenkonflikts zitierter Fachleute) dringlich erscheint. Dabei kommen – ausgehend vom Kriterienraster des Medien-Doktor und den Erfahrungen seines journalistischen Gutachterteams – auch einige Methoden zur Anwendung, wie sie in ähnlicher Form zur teilautomatisierten Erkennung von „Fake News“ verfolgt werden.

Im Ergebnis verspricht das Projekt einen ersten Prototypen, der perspektivisch auch in weiteren Redaktionen erprobt und zusammen mit diesen weiterentwickelt werden kann. Gleichzeitig sollen durch die kontinuierliche Zusammenarbeit mit weiteren Regionalmedien – etwa im Sinne eines Qualitätszirkels – nachhaltige Strukturen zur Stärkung der wissenschafts- und medizinjournalistischen Qualität in diesem Segment aufgebaut werden.

Der WPK-Innovationsfonds ist eine Initiative der WPK, der Joachim Herz Stiftung, der VolkswagenStiftung, des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, der Schöpflin Stiftung, der Rudolf Augstein Stiftung und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Das Projekt ist am 16. Mai 2022 gestartet und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Jährlich können 300.000 Euro für Projekte bewilligt werden. Der Fonds bietet sowohl eine langfristige Förderlinie (bis 75.000 Euro pro Projekt) als auch eine experimentelle Förderlinie (bis zu 10.000 Euro pro Projekt). 

Ziel der Initiative ist es, die Rahmenbedingungen für notwendige Innovationsprozesse im Wissenschafts- und Datenjournalismus zu verbessern. Das Konsortium will so die wichtige Funktion des Wissenschaftsjournalismus für eine mündige Gesellschaft auch in einer digital völlig veränderten Medienlandschaft erhalten.

Von 32 Bewerbungen wurden acht Projekte zur Förderung angenommen. Informationen zu den anderen geförderten Projekten fnden sich auf der Webseite des WPK-Innovationsfonds

 

Bildnachweis: artisteer / istockphoto.com

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