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Telegram-Projekt

Handybildschirm mit Telegram Messenger-App.

Warum ist Telegram relevant?

Telegram hat bei deutschen Messenger-Nutzer*innen in den letzten Jahren deutlich an Reichweite gewonnen. Mittlerweile nutzen rund 15 Prozent der Deutschen den Messenger (vgl. Statista Global Consumer Survey 2021). Doch kursieren dort eine Menge Desinformationen, Hetzbeiträge und Gewaltaufrufe. Gerade im Querdenken-Kontext wird die Plattform genutzt, um sich zu vernetzen. 

Mit Desinformationen befassen sich inzwischen unterschiedliche politische Akteur*innen. Die Landesanstalt für Medien NRW schult beispielsweise die Nachrichtenkompetenz der Rezipient*innen und spielt bei der Regulierung von Plattformen eine wichtige Rolle. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Forschende, die gezielte Desinformationen besser verstehen und bekämpfen wollen und auch Innenministerin Nancy Faeser sagte der Funke Mediengruppe Ende 2021 in Bezug auf Telegram: “Gegen Hetze, Gewalt und Hass im Netz müssen wir entschlossener vorgehen”.

Es gibt vermutlich mehrere Gründe, warum Telegram gerade unter Rechtsextremen so beliebt ist. Es gibt dort öffentlich einsehbare Gruppen, in denen es quasi keine Regulierung gibt. Anders als bei anderen Plattformen geht dort niemand gegen Hasskommentare vor. Auch eine Klarnamenpflicht besteht nicht. Bei Telegram können sich rechtsextreme Gruppen problemlos zusammenfinden.

 

Wieso ist die Recherche auf Telegram wichtig für die Redaktionen? 

Journalist*innen sollten die Entwicklungen auf Telegram im Blick haben. Wenn sie wissen, welche Desinformationen gerade durch den Messenger gespült werden, haben sie die Möglichkeit gegen sie anzuarbeiten. Relevante Bewegungen lassen sich verfolgen, bevor sie sich anderweitig manifestieren und Akteure, die einen großen Einfluss auf die Meinung und Einstellungen von bestimmten Bevölkerungsgruppen haben, lassen sich dort identifizieren.

Häufig sind die Desinformationen dort zu finden, bevor sie sich auf anderen sozialen Netzwerke ausbreiten. Neben dieser Arbeit ist es ebenfalls interessant den Ursprung der Nachrichten zu finden. Wer setzt die Hetze in die Welt und was ist die Intention? Wie verbreitet sich eine Falschmeldung? Welche Accounts unterstützen und pushen sich gegenseitig? Wie viele Menschen verfolgen die Meldungen? 


Was ist unsere Intention? 

Ziel dieser Arbeit ist es die Recherchestrategien zu den oben genannten Fragen zusammenzufassen. Wir wollen Redaktionen den Arbeitsalltag erleichtern, indem wir ein Tool-Set zusammenstellen, mithilfe dessen Journalist*innen (auch ohne tiefergehende Programmierkenntnisse) relevante Rechercheschritte auf Telegram umsetzen können. Je nach Skillset und verfügbaren Ressourcen soll diese Recherche für jede*n Journalist*in so gut wie möglich erleichtert werden.

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