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Willkommen am Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus!

Klimakrise, Corona, Krebsforschung – und dann noch ein Datenklau! Diese Schlagworte zeigen: Die Kommunikation von Wissenschaft, Medizin und Technik wird immer wichtiger für Politik und Gesellschaft, aber auch für den Alltag jedes Einzelnen. Wer gut informiert werden will, ist selbst im Google-Zeitalter auf kompetente und kritische Journalistinnen und Journalisten angewiesen: Profis, die nicht nur verständlich und unterhaltsam über Daten und Studien aus Forschungslabors und Kliniken berichten, sondern Nachrichten aus der Wissenschaft auch einordnen können. Denn nicht jede Medizinmeldung ist tatsächlich ein Durchbruch für Patienten, nicht jede Technik bringt nur Fortschritte und nicht jeder Experte ist tatsächlich so seriös, wie er sich auf YouTube verkauft.

Ohne Profis geht es nicht

Der Dortmunder Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus blickt auf fast zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Ausbildung von Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten zurück. Viele der bisherigen Absolventen arbeiten inzwischen in bekannten Medienhäusern (z. B. beim WDR, der Süddeutschen Zeitung, dem SPIEGEL und der ZEIT). Das Studium eröffnet aber auch den Weg in andere Bereiche der Wissenschaftskommunikation (z. B. von Forschungseinrichtungen oder in wissenschaftlichen Museen), wobei die Studierenden von einem journalistischen und wissenschaftlichen Standards verpflichtetem Verständnis von Wissenschaftskommunikation profitieren, das sich vom bloßem Wissenschaftsmarketing abgrenzt.

Theorie und Praxis: Konsequent verknüpft

Seit 2003 gibt es in Dortmund den achtsemestrigen Bachelor-Studiengang, seit 2007 einen zweisemestrigen Master-Studiengang Wissenschaftsjournalismus. Die Studiengänge bestehen jeweils aus zwei Komponenten, die gleichzeitig studiert werden. Auf der einen Seite stehen journalistische und wissenschaftsjournalistische Veranstaltungen, darunter Recherche, Interview- und Schreibtraining, Medienrecht und Medienökonomie, Grundlagen des Wissenschaftssystems und Kommunikationswissenschaft sowie die Lehrredaktionen und ein Auslandspraktikum. Auf der anderen Seite wählen Studierende zu Beginn des Studiums aus vier möglichen Schwerpunken:

  • Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Physik oder Schwerpunkt Life Sciences/Medizin (in der Medizinjournalismus-Ausbildung kooperiert der Lehrstuhl mit der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum),
  • Technikjournalismus (in Kooperation mit den Fakultäten Maschinenbau und Elektrotechnik der TU Dortmund),
  • Datenjournalismus (in Kooperation mit der Fakultät Statistik der TU Dortmund).

Die Inhalte des Zweitfachs werden mit dem Journalismus zu einem echten interdisziplinären Studium verknüpft, das mit einer weiteren Besonderheit endet: Als einziger Studiengang dieser Art schließt der Dortmunder Bachelor Wissenschaftsjournalismus nach sechs Semestern mit einem integrierten einjährigen Volontariat bei einem renommierten Partnermedium ab – oft der direkte Weg zu einem Arbeitsplatz im Journalismus.

Forschung im Fokus

Ähnlich wie das Studium verknüpft auch die Forschung am Lehrstuhl immer wieder Theorie und journalistische Praxis. Hierzu zählen Fragen zur Qualität und Ethik in Wissenschaft und Medien, zur Nachrichtenwerttheorie sowie zu Medienkompetenz und Citizen Science. Ein Beispiel hierfür ist das bereits mehrfach ausgezeichnete Projekt www.medien-doktor.de, in dem journalistische Beiträge und Pressemitteilungen insbesondere zu Medizin-, Ernährungs- und Umweltthemen untersucht werden. Das im Jahr 2021 gegründete Rhine Ruhr Center for Science Communication Research erweitert die Forschung zusammen mit vier Partnern auch auf die Wissenschaftskommunikation der Sozial- & Geisteswissenschaften.  

Seit mehr als zehn Jahren ist aber auch das Zusammenspiel von Wissenschaftsjournalismus und anderen Bereichen der Wissenschaftskommunikation bis hin zu Wissenschafts-PR ein Forschungsschwerpunkt. So war der Lehrstuhl seit 2012 an insgesamt drei Arbeitsgruppen der deutschen Wissenschaftsakademien sowie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften beteiligt, die Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zur Kommunikation von Wissenschaft und Journalismus im digitalen Zeitalter beraten haben. Ein Teil der entsprechenden Publikationen kann hier abgerufen werden:

Ein Fazit der Forschungsarbeit: Wissenschaftskommunikation ist ein stetig wachsender Arbeitsmarkt – und auf gut ausgebildete Profis aus dem Wissenschaftsjournalismus wird man auf absehbare Zeit nicht verzichten können!

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