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Einblicke in aktuelle Diskurse der Wissenschaftskommunikation

​​​​​​​Nach zwei Jahren Pandemie-Pause fand mit der „WissensWerte“ die wichtigste Konferenz für Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten in Deutschland endlich wieder statt. Das Institut für Journalistik (IJ) und das Rhine Ruhr Center for Science Communication Research (RRC) präsentierten sich mit einem gemeinsamen Stand.

Der Journalist Dietrich Krauss eröffnete die Konferenz, die vom 17. bis 19. Oktober in den Räumen des CONGRESS BREMEN stattfand, mit einem Vortrag, der Journalismus und Satire in polarisierten Öffentlichkeiten thematisierte. Danach waren die Podien für anregende Diskussionen eröffnet. Parellel in jeweils drei Räumen wurden Vorträge gehalten. Journalistinnen wie Christina Berndt von der Süddeutschen Zeitung saßen auf dem Podium. Auch der ehemalige Quarks-Moderator Ranga Yogeshwar schaltete sich per Zoom einer Diskussion zu. Die Themen, die auf der Agenda standen, waren nah dran an aktuellen Diskursen. So beschäftigte sich ein Panel mit dem immer wiederkehrenden Problem, dass Frauen aus der Wissenschaft oftmals absagen, wenn sie Medienanfragen bekommen, warum dem so ist und was es für Lösungsansätze dafür gibt.

Ebenfalls auf dem Programm stand ein Panel, das Holger Wormer, Professor am Lehrstuhl für Wissenschaftsjournalismus am IJ und ebenfalls Sprecher des RRC, moderierte. Die Geschäftsführerin des RRC Laura Morris und RRC-Sprecher David Kaldewey sowie die Soziologin Prof. Dr. Simone Rödder sprachen in diesem Format über „Die Krise der Faktizität“ und stellten die Arbeit des RRC vor. Einen Tag vor der „WissensWerte“ hatte das RRC einen Workshop in den Messeräumlichkeiten veranstaltet. Dabei ging es ebenfalls um einen Teilaspekt der Krise der Faktizität – nämlich darum, wie Expertengremien arbeiten, und ihre Ergebnisse kommunizieren.

In einem anderen Raum wurde darüber gesprochen, wie stark die Grenzen der Ressorts während der Krisenkommunikation in der Corona-Pandemie verschwimmen. So wurden beispielsweise Themen aus der Wissenschaft plötzlich gesellschaftlich so relevant, dass sie zunehmend in politischen Debatten auftauchen. Innerhalb der Berichterstattung gerieten die Wissens-Ressorts zunehmend in die Kritik. Die Anschuldigung: Man sei zu wissenschaftsnah. Zu unkritisch. Wie viel Wahrheit in dem Vorwurf steckt, erörterten die Expertinnen und Experten des Panels.

Zwischen den vielen Programmpunkten besuchten die Gäste der Konferenz die verschiedenen Stände und tauschten Flyer und Kontakte aus. Am Montagabend besuchten die Teilnehmenden der Konferenz im Anschluss an die Panels die Wissenschaftsausstellung im „Universum Bremen“, um dort den Abend ausklingen zu lassen. Das interaktive Museum bot Ausstellungen zu den Themen „Mensch“, „Technik“ und „Umwelt“ – also (fast) alles, was die Herzen der Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten begehren. In diesem passenden Rahmen vergab die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) dann auch ihren Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie PUNKT. 

 

Das Institut für Journalistik und das Rhine Ruhr Center for Science Communication Research präsentierten sich auf der „WissensWerte“ mit einem gemeinsamen Stand.

Im Panel des Rhine Ruhr Center for Science Communication Research mit RRC-Geschäftsführerin Laura Morris (2.v.l.), RRC-Sprecher David Kaldewey (2.v.r.) und der Soziologin Prof. Dr. Simone Rödder (1.v.l.) ging es um „Die Krise der Faktizität“. Holger Wormer, Professor am IJ und ebenfalls Sprecher des RRC, moderierte.

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