Die ausgebildeten Wissenschaftsjournalisten sind nicht nur für die Arbeit in Wissenschaftsredaktionen von Fach- und Massenmedien (Print, TV, Hörfunk und Online) geeignet, sondern können ihr Fachwissen auch in den klassischen Ressorts wie Nachrichten, Politik, Wirtschaft, Kultur und Lokales einbringen. Wenngleich der Studiengang eine klare journalistische Ausrichtung hat, gehören in der späteren Berufspraxis aber auch Presse- und Öffentlichkeitsabteilungen von Forschungsorganisationen, Hochschulen und forschenden Unternehmen zu den möglichen Arbeitsfeldern. Schließlich bietet sich dank des interdisziplinären Studiums auch eine Tätigkeit in Museen oder in der Politikberatung an. Die immer im Wintersemester angebotene, offene Vortragsreihe „Die Wissensmacher - Arbeitsfelder für Wissenschaftsjournalisten“ gibt einen Überblick über die vielfältigen Berufsmöglichkeiten.
>> „Gästeliste“ der Vortragsreihe "Die Wissensmacher"
Und wie sind später meine Chancen?
Generell gilt: Wenn es den Medien allgemein gut geht, haben auch angehende Wissenschaftsjournalisten bessere Chancen; geht es den Medien schlechter, sinken somit auch die Chancen für Absolventen dieses Studiengangs. Dennoch lässt sich darüber hinaus die Prognose wagen, dass Wissenschaftsjournalisten derzeit im Vergleich zu Spezialisten anderer journalistischer Genres gute Chancen haben. Dies zeigt zum einen der regelrechte Boom von Wissens- und Wissenschaftsformaten in den Medien, bei denen offenbar ein enormer Nachholbedraf besteht. Dies zeigen aber auch die durchweg positiven Reaktionen der Medienpartner auf unser Ausbildungskonzept, das einige sogar als das "erste systematische Ausbildungskonzept für Wissenschaftsjournalisten in Deutschland" bezeichnet haben. Das Interesse an Volontären aus den ersten Jahrgängen scheint dies ebenfalls zu bestätigen - von Spiegel Online und Focus bis ZEIT, WDR und ZDF.
Ich strebe keine akademische Karriere an. Was bringt mir der Master-Abschluss für den Beruf als Wissenschaftsjournalist?
Im
Journalismus ist die Art des Abschlusses meist nachrangig, wenn es um
den beruflichen Aufstieg geht. Insofern bietet der Master-Abschluss
keinen exklusiven Zugang zu Führungspositionen in Redaktionen. Das
Master-Studium fördert jedoch Fähigkeiten, die den beruflichen Aufstieg
begünstigen können. So wird im Master-Studium zum einen das Fachwissen
im Zweitfach vertieft. Zum anderen bietet das Studium die Möglichkeit,
die Erfahrungen aus dem Volontariat wissenschaftlich zu betrachten. Die
Seminare im Modul Redaktionsmanagement eröffnen die Chancen,
journalistische Produktionsprozesse kritisch zu reflektieren und
konstruktive Lösungsstrategien für Konfliktsituationen zu entwickeln.