|
Feedback: Eindrücke der Teilnehmer |
|
|
Eine unübersichtliche Tabelle, gefüllt mit mehreren Tausend Zahlen und Abkürzungen – ein abschreckender Anblick. Wir Seminarteilnehmer haben eine Woche lang unsere Scheu davor fallengelassen. Mit je einem Computer ausgestattet, fanden wir uns Anfang Juli im Erich-Brost-Haus der Universität Dortmund zusammen, um in die Welt des Computer Assisted Reporting (CAR) einzutauchen.
Unsere Eindrücke waren gemischt. Zum einen wurden uns während des Seminars die Schwierigkeiten des Computer Assisted Reporting nur zu gut bewusst. Zum anderen entwickelte sich Begeisterung für den einfachen Zugang zu neuen Quellen. Die meisten von uns hatten nicht einmal geahnt, welche Menge an Daten im Internet frei herunterladbar ist. Und welche Fülle an Geschichten in diesen riesigen Datenbanken schlummert! Die ersten CAR-Recherchen mit selbst gewähltem Thema spiegelten das breite Spektrum wider: Wir präsentieren Daten über Arbeitslosigkeit, über Treibhausgase und über Lebensmittel, über Wahlen und über Patente und und und.
Gesunder Respekt vor Zahlen
Doch die Ambivalenz der CAR-Methode - die Möglichkeiten einerseits, die Fallen andererseits – führte am Ende des Seminars doch zu geteilter Meinung. Manche Teilnehmer waren so begeistert von den Chancen, dass sie sich vorstellen konnten, ihre CAR-Kompetenzen zukünftig weiter auszubauen. Andere Teilnehmer reagierten verhaltener. Für sie war das Seminar zwar ein spannender Einblick in eine neue Recherchemethode, sie betrachteten sich selbst aber nicht als Typ für derart langwierige und schwierige Recherchen. Trotzdem, so ihr Urteil, werden sie das neu erworbene Gespür für Zahlen und Daten wohl gut im Job anwenden können – wenn auch im Zusammenhang mit weniger komplexen Statistiken.
Eines hat das Seminar jedoch bei uns allen verändert: Unsere Angst vor Zahlen hat sich in einen gesunden Respekt gewandelt. Denn am Ende waren wir uns alle bewusst, dass wir zwar vorsichtig bei der Interpretation von Daten sein müssen, wir als Journalisten aber durchaus lernen können, sie richtig zu analysieren – vor allem in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern.
Inka Reichert
|
|
Letzte Aktualisierung ( 22.11.2007 )
|