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Portal Gentests & Ethik, Deutschland & Frankreich |
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Das Konzept: "Tout à fait extraordinaire"
Wenige Wochen zuvor hatte im Schloss Genshagen noch das neue Bundeskabinett getagt, im Februar 2006 debattierten dann mehr als zwei Dutzend Studenten aus Dortmund, Leipzig und Straßburg in den märchenhaften Räumen vor den Toren Berlins. Statt Steuer-Reformen und Arbeitsmarktprogrammen widmeten sich die Studierenden in einem Blockseminar dem Thema: "Gentests, Ethik und Gesellschaft" - in Deutschland, Frankreich und im übrigen Europa.
Sechs Tage lang diskutierten die Studierenden mit hochrangigen Gästen aus dem In- und Ausland: Mitglieder der Nationalen Ethikräte Deutschlands und Frankreichs stellten sich den Fragen der angehenden Journalisten ebenso wie zahlreiche Wissenschaftler und bekannte Schriftsteller, Versicherungsexperten und Datenschützer, Journalisten und Vertreter der Forschungspolitik. Bei einer Vor-Ort-Recherche in den Labors des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin erhielten die angehenden Journalisten auch einen lebendigen Eindruck, was Genforschung heute bedeutet.
Gentests sind ein ambivalentes Thema, das weit über rein biologisch-medizinische Fragen hinausreicht. Das Programm war daher bewusst inderdisziplinär angelegt, Chancen der Forschung wurden ebenso diskutiert wie mögliche Risiken in der Gesellschaft. Als besonders spannend erwiesen sich dabei immer wieder die kleinen Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich.
Zentrales Ziel war zudem die Integration der journalistischen Praxis. Unter Realbedingungen schrieben die Studenten zu Themen des Tages journalistische Beiträge - und erweiterten so neben ihrem Sachwissen auch ihre Kenntnisse über die Stilformen vom Kommentar bis zur Reportage. Die besten Artikel erhielten einen Preis und sind auf diesen Seiten nachzulesen. Ergänzend wurden für diese Internetseite unter den Stichworten Labor sowie Ethik I und Ehtik II einige Programmpunkte zusammengefasst. Hilfreich ist auch ein deutsch-französisches Glossar zum Thema Gentests, das auf einer Seminar-Vorbereitung am Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus basiert: Um einen Überblick über wissenschaftliche Vokabeln zu bekommen, die nicht in jedem Wörterbuch stehen, hatten die Studierenden über mehrere Monate hinweg wissenschaftsjournalistische Artikel der französischen Tageszeitung Le Monde ausgewertet.
Konzipiert und umgesetzt wurde das Seminar von Dr. Eric Heilmann von der Louis Pasteur Universität Straßburg, Prof. Holger Wormer (Dortmund) und Prof. Marcel Machill (Leipzig) sowie Dr. Rudolf Teuwsen vom Nationalen Ethikrat (Berlin). Unterstützt wurden sie dabei von Esther Strätz, wissenschaftlicher Mitarbeiterin der Stiftung Genshagen. Die Stiftung unter Leitung von Dieter Rehwinkel erwies sich dabei einmal mehr als erfahrener Gastgeber für Projekte zur deutsch-französischen Zusammenarbeit. Prädikat: "Tout à fait extraordinaire!"
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# Konzept
Wieso widmet sich eine Stiftung zur deutsch-französischen
Zusammenarbeit dem Thema Gentests? Und warum lädt sie dazu angehende
Wissenschaftsjournalisten ein? Antworten auf diese Fragen gibt der
Abschlussbericht von Esther Strätz und Marcus Kunath. >> Auszug, pdf-Datei
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# Praxis - Training unter Realbedingungen
Tagsüber recherchiert, abends geschrieben: Quasi unter Realbedingungen erprobten jeden Tag andere Studierende die journalistischen Stilformen, danach folgte eine ausführliche Textkritik. Die Autoren widmeten sich in Berichten und Kommentaren der Kontroverse um Gentests für Versicherungen, andere fragten im Interview ein Mitglied des Ethikrates nach Gentests vor der Geburt - von Pränataldiagnostik bis "PID". Schauplatz der Reportagen war das Max-Delbrück-Centrum in Berlin. Die prämierten Beiträge sind hier präsentiert. >> mehr
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# Gentests für Anfänger
Seitdem Krimis um Gerichtsmediziner in Mode sind, kennt fast jeder eine Anwendung von Gentests: Per genetischem Fingerabdruck lassen sich Menschen individualisieren, ein Straftäter kann mit Hilfe genetischer Spuren am Tatort überführt werden. Zwei weitere Anwendungen von Gentests, also gezielter Analysen des Erbguts, sind aber womöglich noch wichtiger: Mit ihnen lassen sich Erbkrankheiten diagnostizieren, die auf einem einzelnen Gendefekt beruhen. Und schließlich lassen sich - oft jedoch komplizierte - Abweichungen im Erbgut nachweisen, die das Risiko für bestimmte Krankheiten erhöhen. >> mehr
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# Ethik I - Deutschland und Frankreich im Vergleich
Über Ethik lässt sich bekanntlich streiten. Und so haben Frankreich und Deutschland auf manche ethischen Fragen rund um das Thema Gentests etwas unterschiedliche Antworten gefunden. Drei Beispiele: Dürfen Eltern ein genetisch krankes Kind abtreiben lassen? Dürfen befruchtete Eizellen auf genetische Krankheiten hin getestet werden? Und dürfen Versicherungen Gentests ihrer Kunden einsehen? >> mehr
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# Ethik II - Der Forscher, die Mutter, der Sohn - und das Recht auf Nichtwissen
Gentests bergen Konfliktpotenzial, das ganze Familien betrifft. Zentral ist daher die Forderung nach einem "Recht auf Nichtwissen": Darf der Sohn einen Test machen, wenn das Ergebnis Rückschlüsse auf Erkrankungsrisiken der Mutter zulässt? Gibt es umgekehrt eine Wissenspflicht, wenn Kindern geholfen werden kann? Mehr Schutz vor Missbrauch fordern Wissenschaftler bei Daten in Biobanken für die Forschung. >> mehr
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# Besuch im Labor
Das Max-Delbrück-Centrum in Berlin-Buch gewährte Einblicke in seine Labors. Molekulare Medizin heißt das Forschungsfeld, auf dem nach den molekularen Ursachen für Krankheiten geforscht wird. Konkret geht es dabei um die Suche nach auffälligen Genen und defekten Proteinen - etwa bei Herzkrankheiten und Nervenerkrankungen wie Chorea Huntington. Die Studenten waren dazu zu Gast bei Professor Ludwig Thierfelder und Professor Erich Wanker. >> mehr
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# Glossar
Bébé sur mesure, paire de bases und ovocyte - solche Vokabeln lernt man im Schulunterricht selten. Zur Vorbereitung auf das Seminar haben die deutschen Teilnehmer deshalb Artikel der französischen Tageszeitung Le Monde ausgewertet. Das Ergebnis: ein kleines deutsch-französisches Glossar. Voilà. >> mehr
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Letzte Aktualisierung ( 03.12.2006 )
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